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Warum nachhaltige Ernährung und Reisen wunderbar Hand in Hand gehen

Entdecken Sie, wie eine saisonal ausgerichtete nachhaltige Ernährung das Wohlbefinden, die Darmgesundheit und den Energiehaushalt unterstützt – und wie das auch auf Reisen gelingt.

Junge Frau mit dunklen Haaren und rotem Top schläft in einem weiß bezogenen Bett

Finden Sie ein nachhaltiges Hotel in Frankreich

- Eine nachhaltige Ernährung zählt zu den einfachsten und wirksamsten Maßnahmen, die Sie für mehr Wohlbefinden ergreifen können.

- Der Verzehr regionaler und saisonaler Lebensmittel führt zu einer ausgewogenen Ernährung, einer geringeren Umweltbelastung und einer stärkeren Verbindung zu Ihrer Umgebung.

- Auch auf Reisen ist eine nachhaltige Ernährung möglich. Bei Hotelketten wie Novotel gehen die hauseigenen Restaurants zunehmend mit gutem Beispiel voran, indem sie Zutaten direkt vom Erzeuger beziehen, Partnerschaften mit lokalen Lieferanten eingehen und saisonale Gerichte anbieten.

- Sei es zu Hause oder unterwegs: Kleine, aber konsequente Entscheidungen – vom Einkauf regionaler Produkte bis hin zum Verzehr saisonaler Lebensmittel – können viel bewirken.

 

Eine Tomate zu essen, die heute Morgen noch am Strauch hing, oder eine Suppe aus Wurzelgemüse, das direkt vor der Küche vom Feld geerntet wurde, ist ein ganz besonderer Genuss. Es erinnert uns daran, dass gute Lebensmittel vor allem durch ihren vollen Geschmack und ihren gesundheitlichen Nutzen bestechen.


Viele von uns wissen intuitiv: Wenn wir Lebensmittel essen, die in der Nähe angebaut und zum optimalen Reifezeitpunkt geerntet wurden, fühlen wir uns anders. Leichter. Energiegeladener. Und doch halten wir an alten Gewohnheiten fest, weil wir glauben, eine gesündere, nachhaltige Ernährung sei einfach zu schwierig. Erfahren Sie, warum die Wahl saisonaler Lebensmittel aus der Region – zu Hause und auf Reisen – bedeutsamer ist, als Sie vielleicht denken, und warum sie viel leichter zugänglich sind, als es scheint.

Was bedeutet nachhaltige Ernährung?

Eine nachhaltige Ernährung basiert auf gesunden Lebensmitteln, die unsere Umwelt so wenig wie möglich belasten. Dazu zählen beispielsweise lokal angebautes Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte und Nüsse. Studien belegen immer wieder, dass eine überwiegend pflanzliche Ernährung im Vergleich zu fleischlastigen Alternativen die Treibhausgasemissionen, die Flächennutzung und den Wasserverbrauch senkt.

Gut zu wissen: Die vegane Ernährung (ohne jegliche tierischen Produkte) zählt zu den umweltfreundlichsten Ernährungsweisen. Aber die Tücke liegt im Detail: Außerhalb der Saison aus dem Ausland eingeflogener Spargel verursacht deutlich höhere Umweltkosten als ein Salat aus lokalem Anbau. Eine besonders nachhaltige vegane Ernährung setzt also ebenfalls auf Regionalität und Saisonalität.

 

Sie sind noch nicht bereit, ganz auf Fleisch und Milchprodukte zu verzichten? Das ist in Ordnung. Schon wenn Sie weniger davon essen, bewegen Sie sich in die richtige Richtung. Die umweltfreundliche Ernährung ist ein Spektrum, keine Alles-oder-Nichts-Situation. Es geht darum, Ihren ökologischen Fußabdruck zu verringern, Lebensmittelverschwendung zu reduzieren und häufiger bewusstere Entscheidungen zu treffen.

Rote Waggons der Berninabahn im Schweizer Kanton Graubünden vor Bergkulisse

3 Vorteile einer nachhaltigen Ernährung

Betrachten wir einmal drei gute Gründe, warum Ihnen eine nachhaltige Ernährung zugutekommt und zudem noch einen positiven Beitrag leistet.

1. Die Lebensmittel sind ernährungsphysiologisch wertvoller

Die Natur gibt uns seit jeher subtile Ernährungstipps für jede Jahreszeit. Im Sommer versorgen uns saftige Früchte und knackiges Gemüse mit Feuchtigkeit und Energie, was die Zellregeneration unterstützt. Im Winter liefern uns nährstoffreiches Wurzelgemüse und Hülsenfrüchte langsam freigesetzte Kohlenhydrate, die uns gut durch die kälteren Tage bringen.


Sich regional und saisonal zu ernähren, bedeutet, Lebensmittel zu konsumieren, wenn sie am nährstoffreichsten sind. Obst und Gemüse, das zum richtigen Zeitpunkt geerntet wird, enthält mehr Antioxidantien, Vitamine und Phytonährstoffe als solches, das vorzeitig für den Ferntransport gepflückt wurde. Und es schmeckt besser. Mal ehrlich, was hätten Sie lieber: Honig, der um die halbe Welt geflogen wurde, oder Honig, der in den hauseigenen Bienenstöcken des Restaurants produziert wurde?

Gut zu wissen: Laut einer in der Fachzeitschrift Food Chemistry veröffentlichten Studie verlieren manche Gemüsesorten innerhalb weniger Tage nach der Ernte bis zu 50 Prozent bestimmter Nährstoffe.

 

2. Sie unterstützen lokale Erzeuger

Hinter jeder wirklich saisonalen Mahlzeit steht eine Kette von Beziehungen: zwischen dem Boden und dem Saatgut, dem Landwirt und dem Feld – und zunehmend auch zwischen lokalen Erzeugern und Ihnen. Letztere Beziehung ist besonders gewichtig, weil sie viele äußerst negative Aspekte der industriellen Lebensmittelproduktion eliminiert.


Wenn Sie in einem Restaurant essen, das seine Zutaten von lokalen und regionalen Höfen bezieht, hat das weitreichende Auswirkungen. Kürzere Transportwege bedeuten geringere CO₂-Emissionen. Direktbeschaffung beschert den Landwirten fairere Preise und leistet so einen Beitrag zur Rentabilität der Kleinbauernwirtschaft. Und kleinere, sorgfältig bewirtschaftete Betriebe tragen in der Regel zu einer größeren Artenvielfalt, gesünderen Böden und einem geringeren Pestizideinsatz bei. Das hat einen Dominoeffekt auf Hecken, Wildblumenwiesen und die Insekten und Vögel, die von ihnen abhängig sind.


Ihre Entscheidung, in einem solchen „Farm-to-Table“-Restaurant zu essen oder Ihr Gemüse im örtlichen Hofladen zu kaufen, ist also ein kleiner, aber bedeutsamer Schritt, der sich positiv auf das gesamte Ökosystem auswirkt.

3. Sie steigern Ihr Wohlbefinden

Eine nachhaltige Ernährung trägt auf vielfältige Weise zum körperlichen und emotionalen Wohlbefinden bei – weit über rein ernährungsphysiologische Aspekte hinaus. Stark verarbeitete Lebensmittel lassen den Blutzuckerspiegel in die Höhe schnellen und bieten kaum anhaltenden Nutzen. Minimal verarbeitete saisonale Zutaten haben nicht nur weniger Zusatzstoffe, sondern liefern uns auch mehr Nährstoffe und ein breiteres Spektrum an Ballaststoffen. Das fördert die Darmgesundheit, die mittlerweile weithin als Grundlage für unsere allgemeine Vitalität anerkannt ist.


Aber nicht nur unsere Verdauung profitiert davon. Das Wiederentdecken natürlicher Nahrungszyklen – zu wissen, was in Ihrer Region wächst, und saisonal zu kochen – kann Stress reduzieren und uns auf eine Art und Weise erden, die in unserem modernen Leben immer seltener wird. Sich so zu ernähren, dass es der Umwelt weniger schadet, zeigt auch eine verantwortungsbewusste Haltung. Bringen wir das, was wir essen und wertschätzen, in Einklang, beschert uns das im Laufe der Zeit eine besondere Art von Wohlbefinden.

Umweltfreundliche Ernährung auf Reisen

Kann man sich auch auf Reisen nachhaltig ernähren? Selbstverständlich! Immer mehr Hotelrestaurants beweisen das. Bei engagierten Hotelketten wie Novotel, die Regionalität zu einer zentralen Säule ihrer Identität erklärt haben, findet man mittlerweile Musterbeispiele für die Beschaffung nach dem „Farm-to-Table“-Prinzip.


Natürlich unterbricht das Reisen unsere gewohnten Routinen – besonders, wenn man mit Kindern unterwegs ist. Das bedeutet aber nicht, dass man keine positiven Entscheidungen treffen kann, wie zum Beispiel nachhaltige Hotels zu wählen. Hotelrestaurants, die nachhaltige Ernährung ernst nehmen, können kleinen Bauernhöfen eine konstante Nachfrage bieten. Der Landwirt gewinnt wirtschaftliche Sicherheit, die Hotelküche erhält Zugang zu besonderen, rückverfolgbaren Zutaten, und Sie bekommen eine Mahlzeit, die wirklich in der Landschaft um Sie herum verwurzelt ist. Alle profitieren davon. Die besten dieser Küchen gehen sogar noch einen Schritt weiter: Ihre Speisekarte wechselt nicht mit den Jahreszeiten, sondern wöchentlich oder sogar täglich, je nachdem, was die lokalen Erzeuger gerade anbieten. Auf diese Weise erleben Sie wahrhaft authentische Facetten Ihres Reiseziels.


Aber wie erkennt man, ob ein Hotel sich wirklich engagiert oder nur Greenwashing betreibt? Stellen Sie ein paar Fragen. Ist die Speisekarte auf die Jahreszeit abgestimmt? Benennt das Hotel seine Lieferanten? Gibt es sichtbare Anzeichen dafür, dass ein positiver Beitrag geleistet wird – vom Frühstücksangebot bis hin zu Initiativen gegen Lebensmittelverschwendung? Die Antworten darauf verraten Ihnen eine Menge.

FAQs zum Thema nachhaltige Ernährung

Welche Ernährungsweise ist am nachhaltigsten?

Setzen Sie auf überwiegend pflanzliche Mahlzeiten aus saisonalen Zutaten der Region. Reduzieren Sie Ihren Fleischkonsum (insbesondere Rind- und Lammfleisch), vermeiden Sie Lebensmittelverschwendung und kaufen Sie bei Erzeugern, deren Anbaumethoden gesunde Böden und Artenvielfalt fördern. Wenn Sie diese Gewohnheiten konsequent umsetzen, macht das einen bedeutenden Unterschied.


Was ist der Unterschied zwischen regionalen und saisonalen Lebensmitteln?

Regionale Lebensmittel sind geografisch klar definiert: Sie werden in der Nähe Ihres Wohnortes angebaut. Das reduziert Transportemissionen und unterstützt lokale Landwirte. Saisonale Lebensmittel sind nur (jahres)zeitlich begrenzt verfügbar: Sie werden zum perfekten natürlichen Reifezeitpunkt geerntet, wenn sie am besten schmecken und ihr Nährwert am höchsten ist. Oft überschneiden sich diese beiden Aspekte, aber nicht immer. In einem lokalen Gewächshaus können Tomaten beispielsweise das ganze Jahr über angebaut werden, aber tatsächlich saisonale Tomaten gibt es nur im Sommer.


Wie kann ich mich nachhaltiger ernähren?

Fangen Sie klein an: Kaufen Sie einmal pro Woche auf dem Bauernmarkt ein, bereiten Sie Mahlzeiten mit dem Gemüse zu, das gerade reichlich vorhanden ist, und reduzieren Sie Ihren Fleischkonsum (zum Beispiel auf dreimal pro Woche statt täglich). Wählen Sie zum Auswärtsessen Restaurants, die ihre Lieferanten benennen oder auf saisonale Küche setzen.


Wenn Sie sich also das nächste Mal an den Tisch setzen, um zu essen, sei es zu Hause oder in einem weit entfernten Hotel, halten Sie kurz inne. Fragen Sie sich, woher Ihr Essen stammt. Achten Sie darauf, wie es schmeckt. In diesem einfachen Moment der bewussten Wahrnehmung entdecken Sie vielleicht eine stille Rückkehr zur Ausgeglichenheit – dank der immer leichter umsetzbaren Entscheidung für eine nachhaltige Ernährung.